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FÖRDERUNG IN DER VERTIKALEN

Wie schon oben beschrieben musste das erzhaltige Material einige Sturzschächte passieren um zum Hauptschacht zu gelangen. Aber gehen wir vorerst wieder zurück in die Vergangenheit, gefördert wurde das Erz, wenn überhaupt Schachtbau betrieben wurde, in Kübeln, das Wasser in Lederbeuteln, so genannten Bulgen. Dabei standen die Wasserheber auf Leitern und gaben die Kübel von Hand weiter. Meist wurde ber ohnehin in leicht aufwärts zeigenden Stollen, in denen Wasser in der Seige, in der kleinen Vertiefung am Stollengrund, abfliesen konnte, gearbeitet. Es gab sehrwohl vereinzelt kleinere Tagschächte, wo man später, mit sogenannten Haspeln, das Erz nach oben förderte. Erst in späterer Zeit als sich die zahlreichen Gewerken mehr zur Zusammenarbeit entschlossen und die Gruben immer mehr in die Tiefe reichten, gab es dann mehr Schächte. Dort kamen dann schon wassergetriebene Fördermaschinen zum Einsatz (Gewerke Perscha), die über ein ausgeklügeltes Wassersystem, das von der Nötschbachquelle gespeist wurde und auf die Talnordseite geleitet wurde, angetrieben. Diese Leitungstrasse ist heute noch vorhanden und dient als wunderschöner Wanderweg, wo man an einigen Stellen eine wunderschöne Aussicht ins Tal genießen kann. Mit diesem Wasser wurden auch Wasserhebemaschinen angetrieben (erstmals 1584 erwähnt), bis dann endlich im Jahre 1790 der Kaiser-Leopold-Erbstollen Bau eingeweiht wurde, dieser dann im Jahre 1878 mit dem Rudolfschacht löcherte und eine Länge von 4,8 Km erreichte, er wurde aber noch weiter in die östlichen Teile des Bleiberger Bergbaues vorgetrieben und erreichte schließlich eine Länge von 7 Km, an diesem Entwässerungsstollen wurde über hundert Jahre gebaut. Wie man sieht hing die Tiefe des Bergbaues auch immer mit der Wasserhaltung zusammen, diese wurde mit zunehmender Tiefe immer schwieriger. Nun da endlich die Wasserhaltung fürs erste gelöst war, konnte man auch an den Abbau in den wasserreichen Revieren denken. Zur Förderung wurden nun auch schon dampfbetriebene Maschinen eingesetzt (Friedrich Schacht). Erst durch Zusammenschluss der Gewerken und Konzentration auf zwei Hauptförderschächte (Rudolf und Antoni) mit dazugehöriger Aufbereitung konnte einigermaßen wirtschaftlich gearbeitet werden. Es kamen auch an den beiden Schächten die ersten elektrischen Fördermaschinen in Bleiberg zum Einsatz. Eine Großzahl an Schächten befanden sich auch im Berg selbst (Blindschächte) wobei der Rudolf Blindschacht bis auf den 16. Horizont reichte, das ist 850 m unter Tage und war somit die größte Teufe in Bleiberg. Wie schon erwähnt gab es im Berg einige Förderstrecken mit Grubenbahnen die wiederum das Material zu kleineren Sturzschächten, mit Bunkern, auf die nächst tiefer liegenden Horizonten beförderten. An einigen Bunkern befanden sich auch noch Brecherstationen um das Material noch weiter zu zerkleinern. So sammelte und konzentrierte sich das Material bis zu den Hauptförderschächten wo es endlich mittels Skip Förderung nach Übertage transportiert wurde.

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Video Skip Förderung Antoni Schacht

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